Beratung und Unterstützung für Schülerinnen und Schüler mit psychischen Erkrankungen

Das regionale Beratungs- und Förderzentrum (rBFZ) der Reinickendorf Schule ist eine kompetente Anlaufstelle für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern oder Sorgeberechtigte, wenn es um die schulische Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen geht.

Unser Leitgedanke ist, bestmögliche Lern- und Entwicklungschancen zu schaffen – direkt an der Schule, im gewohnten Umfeld und in enger Abstimmung mit allen Beteiligten.

Unsere Beratung ist stets individuell auf die Lern- und Lebenssituation sowie das schulische Umfeld des Kindes oder Jugendlichen abgestimmt. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Frage, wie ein bestmögliches Lernen trotz der gesundheitlichen Einschränkungen erreicht werden kann. Zentral dabei steht die inklusive Haltung, die das Spannungsfeld zwischen Prävention und intensivpädagogischen Maßnahmen bewusst gestaltet. So können wir – gemeinsam mit der Familie, Schule, Jugendhilfe und Gesundheitssystem - Lösungen finden, die auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen zugeschnitten sind.

Die drei zuständigen Förderschullehrkräfte beraten hinsichtlich passgenauer Förderkonzepte und setzen intensivpädagogische Maßnahmen für hochbelastete und psychisch erkrankte Schülerinnen und Schüler um. Dabei kooperieren wir eng mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, medizinischen Fachkräften und Einrichtungen der Jugendhilfe, um ein tragfähiges Unterstützungsnetzwerk zu schaffen. Diese intensive Zusammenarbeit stellt sicher, dass Beratung und Förderung aus einer Hand erfolgen und schulische wie außerschulische Maßnahmen optimal ineinandergreifen.

Grundlage zur Beschulung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher ist die "Richtlinie für Unterricht und Erziehung kranker Schülerinnen und Schüler" aus dem Erlass vom 08. Oktober 2021.

 

Ziele unserer Beratung

Unser übergeordnetes Ziel ist es, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler mit psychischen Erkrankungen an ihrer Schule vor Ort verbleiben können. Dazu arbeiten wir darauf hin, dass Lehrkräfte und pädagogisch Mitarbeitende an BFZ, Regel- und Förderschulen:

  • Hilfs- und Förderangebote für eine inklusive und wohnortnahe Beschulung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher kennenlernen
  • Systemische Beratung für alle am schulischen Setting Beteiligten (Eltern, Schulleitung, Lehrkräfte, BFZ, Schulsozialarbeit, UBUS) vor Ort in den Schulalltag etablieren können
Unsere Beratungsangebote im Überblick
  • Beratung und Clearing zur Einschätzung der individuellen Situation und zur Entwicklung geeigneter Unterstützungswege
  • Beratung intensivpädagogischer Maßnahmen für hochbelastete und psychisch kranke Schülerinnen und Schüler
  • Beratung zu Nachteilsausgleichen: Psychische Erkrankungen können erschweren, unter regulären Bedingungen ihr volles Leistungspotential zu zeigen. Wir informieren Sie über die Möglichkeiten eines Nachteilsausgleiches, um faire Lern- und Prüfungssituationen zu ermöglichen und unterstützen bei der Antragstellung
  • Weiterführung des Förderplans: Wir beraten Sie bei der Fortschreibung des Förderplans, um eine kontinuierliche und zielgerichtete Unterstützung sicherzustellen
  • Kolle­giale Fallberatung: Wir bieten die Möglichkeit zur Fallberatung, um gemeinsam Strategien für den Umgang mit speziellen Herausforderungen im Unterricht und häuslichen Umfeld zu entwickeln
  • Elternarbeit: Wir stehen Eltern und Sorgeberechtigten für Gespräche zur Seite und helfen ihnen, die schulische Situation ihres Kindes besser zu verstehen und zu unterstützen
  • Hilfe bei der Vernetzung: Wir fungieren als Schnittstelle und unterstützen somit bei der Zusammenarbeit und Vernetzung der verschiedenen Akteure
  • Begleitung beim Übergang in und aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie: Wir sorgen für Kontinuität in schulischen Lernprozessen
  • Beratung zu einem veränderten Setting: Wir beraten über die Anpassung der Lernumgebung in den Schulen vor Ort, um eine optimale Lernsituation zu schaffen
  • Schullaufbahnberatung: Wir begleiten Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern oder Sorgeberechtigte bei wichtigen Entscheidungen zur Schullaufbahn und bei Übergängen
Mögliche psychische Störungsbilder und Erkrankungen, die in Schule auftreten können
  • ADHS
  • Schulabsentismus
  • Autismus-Spektrum-Störung
  • Depression
  • Essstörungen
  • Zwangsstörungen
  • Nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten
  • Tic-Störungen / Tourette-Syndrom
  • Schizophrene Psychose im Jugendalter
  • Angststörungen
  • Störung des Sozialverhaltens
  • Selektiver Mutismus
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Bindungsstörung
  • Fetale Alkoholspektrumstörung

Unser Anspruch ist es, schulische Perspektiven zu entwickeln, die Kindern und Jugendlichen nicht nur Teilhabe, sondern auch neue Chancen eröffnen – unabhängig von gesundheitlichen Einschränkungen. So tragen wir dazu bei, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler im vertrauten schulischen Umfeld verbleiben können und dort die Unterstützung erhalten, die sie brauchen.


 

 

So kommen wir in Kontakt:

Bitte beachten Sie, dass unsere Beratung die therapeutische oder ärztliche Behandlung nicht ersetzt. Sie dient vielmehr dazu, die schulischen Bedingungen so anzupassen, dass die Schülerinnen und Schüler bestmöglich gefördert werden können.

Gerne können Sie uns für eine Erstberatung über die Telefonnummer (06641 6464707) erreichen.

Für eine weitere Beratung sind zwei Schrtitte notwendig:

1. Die Schweigepflichtsentbindung  der Erziehungsberechtigten 

2. Der Beratungsantrag wird digital ausgefüllt und verschickt (poststelle4697@schule.hessen.de)

Wichtig: Vor dem Versenden Dokument speichern!

Für ein vertrauliches Gespräch stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung:

 

 

Anna Meißner-Ernst

Maike Lippke

Hannah Vogel